09.05.2018

Intelligente Lösungen für einen familienfreundlichen Arbeitsplatz

Ministerin Bachmann besucht Caritas SeniorenHaus St Augustin Püttlingen: Gelungenes Beispiel für Vereinbarkeit von Familie und Beruf

„Die Pflege ist eine der wichtigsten Bausteine meiner derzeitigen Arbeit“, machte Gesundheitsministerin Monika Bachmann gleich zu Beginn ihres Besuchs im Caritas SeniorenHaus St. Augustin in Püttlingen deutlich. „Wir brauchen mehr Wertschätzung für die Pflege, damit mehr junge Menschen diesen Beruf ausüben.“
Die Ministerin war mit ihrem Besuch der Einladung von Einrichtungsleiter Patrick Steuer gefolgt, um mehr über die Maßnahmen des Trägers der Einrichtung, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken zu erfahren, den Arbeitsplatz familienfreundlicher zu gestalten. Als Karina Groß, damals Qualitätsbeauftragte des Hauses, mit ihrem zweiten Kind schwanger war, wusste sie: Sie will so bald wie möglich wieder anfangen zu arbeiten.
Stephan Manstein, Direktor des Geschäftsbereichs Altenhilfe und Hospiz bei der cts, berichtet: „Da Frau Groß eine wertvolle Mitarbeiterin für uns ist, haben wir sofort nach intelligenten Lösungen gesucht.“ Herausgekommen ist ein Modell, bei dem die junge Mutter einige Tage in der Woche von zuhause arbeiten konnte, an den anderen Tagen ihre heute einjährige Tochter Luisa ins Büro mitbrachte. „Es wurde ein Wickelplatz eingerichtet, Still- und Schlafenszeiten berücksichtigt und das Baby auch bei Team-Besprechungen akzeptiert. Es war nie ein Problem für die Kollegen“, erinnert sich Karina Groß zurück. „Und auch für die Bewohner war Luisa eine Bereicherung.“
Ministerin Bachmann nutze bei ihrem Besuch auch die Gelegenheit, die im April neu geschaffenen, frisch renovierten Räume der Kurzzeitpflege zu besichtigen. So dienen jetzt acht statt bisher vier Zimmer den Gästen als Überleitungspflege zum Beispiel zur Rehabilitation nach schwerer Krankheit oder nach einem Krankenhausaufenthalt oder als Unterstützung für pflegende Angehörige, wenn sie selbst krank sind, in Urlaub fahren oder anderen familiären Verpflichtungen nachkommen möchten.
„Mit diesem Ausbau kommen wir den Wünschen des Ministeriums nach, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem damit verbundenen erwarteten Anstieg der Anzahl pflegebedürftiger Menschen die Versorgung in diesem Bereich sicherzustellen“, betont Stephan Manstein.
Im Anschluss besichtigte Ministerin Bachmann noch die großzügige Parkanlage hinter dem Haus sowie die neuen Bilder in den Fluren der Wohnbereiche. Die Püttlinger Fotografin Sabine Rieger hat eine Auswahl an alten und neuen Fotografien von markanten Punkten aus Püttlingen und dem Köllertal zusammengestellt. Diese können die Erinnerungen der Bewohner wecken und zum Erzählen anregen.